Meine Empfehlung zur Jagdwaffe:

Ich empfehle eine Jagdwaffe, mit der ich – wie mir mein alter Lehrmeister bei der Ausbildung zum Berufsjäger so treffend erklärte – immer richtig angezogen bin.

Zeit meines Lebens führe ich eine Ferlacher Bockbüchsflinte im Kaliber 6,5 x 57R und 16/70 im Schrotlauf. Mit dieser Kugel habe ich im Hochgebirge wie auch im Flachland nur beste Erfahrungen gemacht. Gerade als Berufsjäger musste ich eine enorme Zahl an Rotkahlwild, weiblichem Reh- und Gamswild, aber auch Sauen und Muffelwild erlegen.

Neben meiner Ferlacherin führte ich dann einen Mannlicher Schönauer im gleichen Kaliber, auch diese Waffe mit bestem Erfolg. Die 6,5 x 57 ist das Kaliber der Hochgebirgsberufsjäger, es führt in der Regel zum schnellen Verenden des Wildes. Später legte ich mir, wir Berufsjäger zählen ja bekanntlich nicht zu den Großverdienern, einen klassischen Repetierer im Kaliber .308 Win zu. Ich war mit dieser Entscheidung sehr zufrieden, zumal ich im Flachland, im berühmten Ebersberger Forst, viel Schwarzwild, aber auch Rot-, Reh- und Muffelwild erlegen musste.

Viele meiner Jagdgäste zogen sowohl am Berg als auch im Flachland mit dem Kaliber .270 Win. ins Revier. Mittlerweile führen auch viele Förster, Jäger und auch Berufsjäger Büchsen mit diesem Kaliber und auch ich konnte ein Jahr lang diese Patronen testen – ich war sehr zufrieden.

Auch das Kaliber .30-06, die meistgeführte Patrone weltweit, kann ich hier wärmstens empfehlen. Ebenso die altbewährte 8 x 57IS oder IRS: Bei der Bejagung von Sauen ist mir dieses Kaliber am liebsten. Der stärkste Keiler, den ein Gast unter meiner Führung erlegte, brachte 152 Kilo auf die Waage und brach beim Einschlag der alten 8 x 57IRS im Feuer zusammen.

Einige gute Niederwildjagden mit hohen Abschüssen, auf Hase, Fasan und Rebhuhn, aber auch Ente und Gans, habe ich erleben dürfen. Hier empfehle ich eine Bockflinte im Kaliber 12/70. Dies ist eine gut entwickelte Schrotpatrone, und auch damit ist man gut „angezogen“.

Ihr Wildmeister Konrad Esterl

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